Moorschnucken bekommen ihren Sommerlook
Öffentliche Schafschur am Pestruper Gräberfeld
(Ahlhorn/Wildeshausen) Am Sonntag, den 10. Mai 2026, findet zwischen 10.00 Uhr und 16.00 Uhr die diesjährige öffentliche Schafschur auf dem Pestruper Gräberfeld der Niedersächsischen Landesforsten statt, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Ein buntes Rahmenprogramm für Klein und Groß erwartet die Gäste.
Schäfer Ole Wohlann aus Schweringhausen bei Sulingen ist mit seinen Moorschnucken ab Ende April auf der Heide unterwegs. „Wir starten mit der Beweidung, wenn die Gräser zu wachsen beginnen. Damit fressen die Schafe effektiver das Grün und die Heide hat bessere Wachstumsbedingungen“, erklärt Jasper Brüning, Leiter der Revierförsterei Barnstorf, der die Beweidung für die Niedersächsischen Landesforsten organisiert. „Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr sowohl den Schafkoben als auch den Pferch des Heimatvereines Düngstrup nutzen können.“
Einmal im Jahr, vor dem Sommer, werden die Schafe geschoren. Während der öffentlichen Schafschur wird es einen Infostand des Forstamtes Ahlhorn und ein waldpädagogisches Angebot des Waldpädagogikzentrums Weser-Ems geben. Außerdem sind mit Aktionen, Führungen und Information dabei der Naturpark Wildeshauser Geest.
Elske Wandel biete Lammfelle und weitere Schafprodukte an. Ebenfalls ist für das leibliche Wohl gesorgt. Neben Kaffee und Kuchen werden auch Kaltgetränke sowie Pommes und Bratwurst angeboten.
„Wer an diesem Tag einen längeren Ausflug plant, kann die nahegelegenen Kleinenknetener Steine besuchen. Hier gibt es das einzige mit Erdaufschüttung rekonstruierte Großsteingrab mit einer begehbaren Grabkammer“, empfiehlt Brüning.
Das Pestruper Gräberfeld ist mit dem PKW über die K 248 von Wildeshausen Richtung Colnrade/Goldenstedt zu erreichen. Nach ca. 1,5 km folgt ein ausgeschilderter Parkplatz. Das Forstamt empfiehlt Besuchenden aus der Nähe, zu Fuß oder mit dem Rad zu kommen. Das Großsteingrab „Kleinenknetener Steine“ befindet sich dreieinhalb Kilometer südlich des Gräberfeldes in Kleinenkneten.
Hintergrund
Um eine artgerechte Haltung zu gewährleisten, sollten Schafe ein- bis zweimal jährlich geschoren werden – idealerweise im Frühjahr, etwa im Mai, wenn sie vom Winter- ins Sommerfell wechseln. Bei Rassen mit besonders starkem Wollwachstum, wie zum Beispiel Bergschafen, empfiehlt sich eine zweite Schur im Herbst oder Winter vor der Aufstallung. Das Scheren entlastet die Tiere und steigert ihre Leistungsfähigkeit. Professionelle Schafscherer unterstützen Betriebe mit großen Beständen oder bei fehlender Erfahrung.
Für eine erfolgreiche Schur müssen die Tiere trocken sein, weshalb sie ein bis zwei Tage vorher im Stall bleiben sollten, da nasse Wolle schwer zu scheren ist und Stress oder Verletzungen verursachen kann. Zudem erleichtert eine reduzierte Futter- und Wasserzufuhr am Vortag das Scheren in der richtigen Position. Wichtig sind auch das passende Equipment, wie eine hochwertige Schere und Fixierhilfen, sowie die Wahl der Methode – etwa im Stehen mit Halsband oder in sitzender Position zwischen den Beinen der scherenden Person.
(siehe www.schafhaltung.net)
Bilder (NLF) zum kostenlosen Download finden Sie hier.
Für die Presse bieten wir zu aktuellen Ereignissen und Meldungen Bilder und Texte zum Download an. Die zum Download angebotenen Fotos dürfen nur gemeinsam mit der Pressemitteilung oder dem Thema veröffentlicht werden, mit dem sie in Verbindung stehen, und müssen mit einem ungekürzten Urheberrechtsnachweis versehen sein, wie er jeweils an den Abbildungen angegeben ist.

