Sager Heide nimmt Gestalt an

 In Forstamt Ahlhorn, Regionale Presseregion West

Ruthenwiesen spenden Heidepflanzen für vorbereitete Flächen

(Ahlhorn) Ein Bagger legt ab dieser Woche auf einer Fläche von gut zwei Hektar den Mineralboden auf der „Sager Heide“ frei. Das Forstamt Ahlhorn der Niedersächsischen Landesforsten will hier Heidesaat und -pflanzen ausbringen, um wieder eine Heidelandschaft entstehen zu lassen. Das Heidekraut kommt aus den „Ruthenwiesen“ der Revierförsterei Baumweg. Ziel ist es, ein Habitat für Tier- und Pflanzenarten dieser Landschaft zu gestalten.

„Der etwa 30 Hektar große Kompensationspool „Sager Heide“ in der Gemeinde Großenkneten soll dem Artenschutz, aber auch dem Grundwasserschutz dienen. Vor allem bodenbrütende Vögel wie Goldammer, Wachtel und Steinschmätzer, aber auch Grashüpfer- und Schmetterlingsarten finden hier ein Zuhause“, erklärt Stefan Spille, Förster für Naturdienstleistungen. Um die bestehende Heidefläche zu erweitern, wurde bereits im Jahr 2021 mit der Heideübertragung auf einer Fläche von 2 Hektar begonnen.

In einem ersten Schritt wurde auf circa 15 Hektar der Boden durch eine landwirtschaftliche Nutzung mit diversen Kulturen, wie beispielsweise Roggen und Buchweizen, ohne Düngung über mehr als zehn Jahre ausgehagert. Durch die zusätzliche Schaffung von Senken, in denen der magere Ackerboden verlagert wurde, entstand eine für die Heideentwicklung günstige Ausgangssituation. Die Besenheide entwickelt sich auf nährstoffarmen Böden hervorragend, da sich die Konkurrenz aus Kräutern und Gräser auf diesen Extremstandorten weniger gut entwickeln kann.

„Das Heidesaatgut dazu werben wir auf eigenen Heideflächen in der Nähe. Die Heide auf den „Ruthenwiesen“ am Heidegrashüpferweg ist schon älter und für den Heideblattkäfer interessant. Dieser würde bei einem Befall die Pflanzen zum Absterben bringen. Daher plaggen wir nun auf einigen Quadratmetern die überalterte Heide maschinell ab. Das gibt der örtlichen Heide die Möglichkeit, sich zu verjüngen und ihre Vitalität zu erhöhen“, erläutert Förster Spille.

Die so gewonnene Heidesaat und die Heidepflanzen werden im Anschluss ein Miststreuer vermischt und auf der vorbereiteten Fläche in derSager Heide ausgebracht.

Die Maßnahme ist mit der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Oldenburg abgestimmt. Das Forstamt Ahlhorn bittet daher alle Heidebesuchenden um Verständnis für die Arbeiten am Heidegrashüpferweg und in der „Sager Heide“.

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