Holzernte in Grünenplan verläuft planmäßig

 In Forstamt Grünenplan, Regionale Presseregion Mitte

Arbeiten im Bereich der Wassertretanlage und entlang der L484 schreiten gut voran

(Grünenplan) Die Niedersächsischen Landesforsten führen seit Mitte Oktober gemeinsam mit der Fachfirma Hochleitner Holzerntearbeiten sowie umfangreichen Verkehrssicherungsmaßnahmen im Bereich der Wassertretanlage in Grünenplan und entlang der L484 durch. Die Arbeiten verlaufen planmäßig und dienen insbesondere dem Umbau der vorhandenen Fichtenbestände zu einem klimastabilen Mischwald. Auch ökologische Verbesserungen am angrenzenden Bach sind Teil der Maßnahmen.

Bei einem Teil der Fichten wurden erhebliche Fäulnisschäden am Stammfuß festgestellt. Viele Bäume waren dadurch in ihrer Standfestigkeit beeinträchtigt und drohten umzustürzen. In einigen Bereichen wurden deshalb zusammenhängende Fichtenbestände vollständig entnommen. Damit soll verhindert werden, dass geschädigte, zunächst stehenbleibende Bäume zu einem späteren Zeitpunkt in die bereits vorhandene Waldverjüngung fallen und diese beschädigen. Ziel ist es, die Voraussetzungen für einen klimastabilen Mischwald zu schaffen und die bisherigen Fichtenreinbestände schrittweise umzubauen. Der Aufbau widerstandsfähiger Mischwälder hat für die Niedersächsischen Landesforsten höchste Priorität.

Auch entlang des durch das Gebiet verlaufenden Baches wurden Fichten entnommen. Der Umbau der Fichtenbestände verbessert die ökologischen Bedingungen am Gewässer. Davon profitieren unter anderem Amphibien und weitere wassergebundene Arten, die künftig bessere Lebensbedingungen vorfinden.

Von der Entwicklung vor Ort hat sich auch die Försterin für Waldökologie und Naturschutz der Niedersächsischen Landesforsten ein Bild gemacht. Sie zeigt sich mit der fachlichen Umsetzung und dem bisherigen Fortschritt der Arbeiten zufrieden.

Bodenschonende Spezialtechnik für gezielte Fällungen

Zum Einsatz kommt unter anderem ein spezieller Forstbagger, der auch in schwierigem Gelände besonders bodenschonend arbeiten kann. Durch die hohe Kraft und Reichweite seines Baggerarms lassen sich Bäume gezielt und kontrolliert entnehmen, ohne den verbleibenden Bestand unnötig zu beeinträchtigen. Eine eigens hoch am Gerät angebrachte Seilwinde ermöglicht zudem präzise und sichere Fällungen, insbesondere dort, wo Bäume zwischen anderen Beständen entnommen werden müssen und die Hangneigung die Arbeit erschwert.

„Wenn die Arbeiten weiterhin so gut voranschreiten, können sie in absehbarer Zeit abgeschlossen werden. Im Anschluss werden die beanspruchten Wege und Waldbestände wieder instandgesetzt“, erklärt Revierleiter Clemens Kurth.

Die Niedersächsischen Landesforsten bitten Anwohnerinnen, Anwohner und Waldbesuchende weiterhin um Verständnis für die notwendigen Arbeiten. Die sichtbaren Eingriffe sind Teil einer regulären Holzernte und wichtig, um die Waldflächen langfristig sicherer, vielfältiger und widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.

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