Holzernte im Misburger Wald

 In Forstamt Fuhrberg, Regionale Presseregion Mitte

Holzernte im Misburger Wald – Ernte von Pappeln und Eichen

(Hannover / Fuhrberg) Mit dem herbstlichen Laubfall hat im Misburger Wald die diesjährige Laubholzernte der Niedersächsischen Landesforsten begonnen. Das Forstamt Fuhrberg erntet planmäßig Pappeln und Eichen. Die Flächen werden anschließend mit jungen Eichen wieder aufgeforstet.

„Der beginnende Laubfall setzt für uns den Startschuss für die Ernte des Laubholzes“, erklärt Henning Tote, der als Revierförster die Maßnahmen geplant hat und vor Ort begleitet. Während die Arbeiten an den Pappeln nördlich des Wietzegrabens (Verlängerung der Seckbruchstraße) bereits weit vorangeschritten sind, steht die Eichenernte an der Alten Peiner Heerstraße kurz bevor.

Die Entnahme der Pappeln ist laut dem Förster dringend notwendig: „Die Bäume haben ihre Zielstärke erreicht und drohen, von innen heraus zu faulen. In den Vorjahren sind hier bereits etliche Pappeln umgestürzt.“ Das geerntete Pappelholz wird primär in der Verpackungsindustrie für Paletten genutzt. Das deutlich höherwertige Eichenholz geht an regionale Sägewerke, wo es zu langlebigen Möbeln, Fußböden oder Bauholz verarbeitet wird. Anfallende Resthölzer dienen Heizkraftwerken als nachwachsender Brennstoff. Ein kleiner Teil geht als Brennholz an private Abnehmer vor Ort, wobei das Forstamt aufgrund der extrem hohen Nachfrage nicht alle Anfragen bedienen kann.

Direkt nach der Ernte investiert das Forstamt in die Zukunft des Waldes. Bis zum Frühjahr werden auf den freien Pappelflächen zahlreiche junge Eichen gepflanzt. Das Gleiche gilt für die Flächen an der Alten Peiner Heerstraße. Neben der stabilen Holznachfrage war vor allem die aktuelle Verfügbarkeit hochwertiger Eichen-Setzlinge ausschlaggebend für den Erntezeitpunkt. „Dort, wo wir die alten Bäume entnehmen, pflanzen wir wieder junge Eichen. So schließt sich der Kreis“, betont Tote.

Aus Sicherheitsgründen müssen während der Fäll- und Rückearbeiten einzelne Waldwege temporär gesperrt werden. Revierförster Tote bittet Waldbesuchende dringend darum, diese Sperrungen strikt einzuhalten – auch dann, wenn im Wald gerade keine Maschinen zu hören sind: „Es besteht Lebensgefahr durch hängende Äste oder unvermittelt umstürzende Bäume. Nach Abschluss der Arbeiten heben wir die Sperrungen sofort wieder auf und stellen beschädigte Wege schnellstmöglich wieder her.“

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