Waldumbau mit einfachen Mitteln

 In Forstamt Neuenburg, Regionale Presseregion West

Ländliche Erwachsenenbildung Aurich, Landfrauen Georgsheil und Niedersächsische Landesforsten setzen Veranstaltungsreihe „Mehr Wald für alle“ fort

(Ostfriesische Halbinsel/Aurich/Neuenburg) Zur zweiten Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Mehr Wald für alle“ luden jetzt die Ländliche Erwachsenenbildung Aurich, die Landfrauen Georgsheil und die Niedersächsischen Landesforsten ein. Thema war dieses Mal der „Waldumbau mit einfachen Mitteln“, welcher sich auch an Klein- und Kleinstwaldeigentümer richtete. Der pensionierte Förster Rainer Städing informierte mit Vortrag und Exkursion.

Mit wenig Aufwand und Geld etwas bewirken

„Wer nur eine kleine Waldfläche besitzt, denkt oft nicht über eine reguläre Waldpflege und -nutzung nach. Man kann mit wenig Aufwand und Geld den eigenen Wald gestalten. Sinnvolle Ziele können dabei sein, ihn artenreicher, strukturierter und damit stabiler zu machen“, erklärt Referent Rainer Städing. Gerade mit Blick auf den Klimawandel sei es lohnend den Wald gut aufzustellen. Das bedeutet zum Beispiel, aus einem reinen Nadelwald einen Laubmischwald zu entwickeln.

Theorie und Praxis

Nach einem informativen Vortrag über seine Arbeit zur Aufwertung des eigenen Kiefernwaldes bei Nienburg, geht es in den kleinen Wald der Familie Rewerts aus Siegelsum. Hier veranschaulicht Städing praktisch, was er zuvor im Vortrag gezeigt hat: „Oft habe ich in meinem Wald bereits einige Mischbaumarten. Diese kann ich fördern, indem ich kleine Bäumchen mit einem Drahtschutz versehe. So können sie wachsen, ohne vom Rehwild verbissen zu werden.“ Die passende Drahthose hat er gleich mitgebracht und baut sie um eine frisch gekeimte kleine Eiche auf.

Totholz

Auch das Thema Totholz spricht Rainer Städing an. „Totholz sollte es in jedem Wald geben. Wichtig ist es, dieses bewusst zu belassen. Es ist Lebensraum für zahlreiche Arten, dient aber auch der Nährstoffzufuhr für den Boden. Außerdem speichert liegendes Totholz, welches Kontakt mit dem Boden hat, Wasser“, veranschaulicht der Förster die positiven Wirkungen.

Waldränder

Waldränder sind wichtig, denn den Übergang zum Offenland lieben besonders viele Arten. Dafür braucht es einen bunten Strauß an Straucharten. Vor Jahren hat die örtliche Jägerschaft in dem Waldstreifen der Familie Rewerts zahlreiche Sträucher für den Wildschutz gepflanzt. „Davon finden wir hier noch einige, wie Weißdorn, Holunder oder Schlehe. Sie vermehren sich und bereichern das Wäldchen bis heute“, resümiert Städing.

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe „Mehr Wald für alle“ bildet eine Baumpflanzaktion im November dieses Jahres. Diese steht allen Interessierten und Tatkräftigen offen und ist anmeldefrei.

 

Veranstaltungshinweis, Kurzfassung:

„Jetzt wird gehandelt“, Pflanzaktion für alle, Samstag, den 30. November, 9.30 bis 12.30 Uhr, Ort wird noch bekanntgegeben. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Fragen oder Anmerkungen gern an LEB Beratungsbüro Aurich, Karina Schaefer, karina.schaefer@leb.de.

 

Bilder (Landesforsten/Schmidt) zum kostenlosen Download finden Sie hier. 

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