Waldpflege in den Wäldern um Zeven

 In Forstamt Rotenburg, Regionale Presseregion Nordost

Niedersächsisches Forstamt Rotenburg erntet Nadelholz und pflegt den Wald

 (Zeven/Offensen) In der Revierförsterei Thörenwald werden voraussichtlich ab Mitte Juli bis August Waldpflegearbeiten mithilfe einer Holzerntemaschine beginnen. Ein besonderer Schwerpunkt der forstlichen Maßnahmen liegt dabei in den Forstorten „Zevener Aspe“ und im „Offensener Wald“, durch den der Nordpfad „Zevener Geest“ verläuft.

Jessica Borde, Revierleiterin der Försterei Thörenwald, ist es besonders wichtig, die anstehenden Holzerntearbeiten mit den Naturschutzaspekten, den Freizeitinteressen der Bevölkerung und den Nutzungsbelangen in Einklang zu bringen. Sie erläutert: „Auch wenn die Wälder um Zeven täglich von vielen Menschen zur Erholung genutzt werden, müssen von Zeit zu Zeit Pflege- und Holzerntearbeiten durchgeführt werden. Ich entnehme gezielt einzelne Bäume oder Baumgruppen und fördere so die Vitalität der verbleibenden Bäume aber auch die Mischung und Struktur des Waldes.“

Arbeiten dauern zwei bis drei Wochen

Die Holzernte betrifft überwiegend Nadelbäume, vom Borkenkäfer vernichtete Fichten und instabile Bäume entlang der Wege. Gleichzeitig werden einige Flächen stärker aufgelichtet. Dort werden bereits in der nächsten Pflanzsaison junge Bäume auf die dann aufgelichteten Flächen gepflanzt. Auf diese Weise wandelt sich der Nadelwald langsam in einen klima- und standortangepassten Mischwald mit mehr Laubholz um. Weiterhin ergänzt Borde, „Wir bitten die Waldbesuchenden um Verständnis, wenn auch im stadtnahen Bereich Motorsägen und Forstmaschinen im Einsatz sind. Voraussichtlich werden die Arbeiten innerhalb von zwei bis drei Wochen abgeschlossen sein“.

Forstamt hat Nutz-Schutz- und Erholungsfunktion im Blick

Das Forstamt Rotenburg pflegt und beerntet seine Wälder nach Maßgabe des LÖWE Programms in Übereinstimmung mit der Nutz-Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes. Bei aller Umsicht und Vorsicht werden sich vorübergehende Schäden an einzelnen Wegen leider nicht vollständig verhindern lassen, die bei geeigneter Witterung aber schnellstmöglich wieder beseitigt werden. Nach Abschluss der Arbeiten kann der Wald auf einige Waldbesuchende zeitweilig unordentlich wirken, weil Kronenholz und einige Bäume im Wald liegen bleiben. Das ist so gewollt, um den ökologisch wertvollen Totholzanteil zu erhöhen. Der Nährstoffkreislauf bleibt erhalten und neuer Humus bildet sich daraus.

Das Forstamt Rotenburg bittet um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen bei den gewohnten Waldbesuchen. Abgesperrte Waldwege dürfen wegen fallender Bäume und Kronenteile während der Erntearbeiten auf keinen Fall betreten werden, hier besteht Lebensgefahr.

Bilder: Übersichtskarte Revierteil Zevener Aspe und Offensener Wald. Abgesperrte Waldwege dürfen wegen fallender Bäume und Kronenteile während der Erntearbeiten auf keinen Fall betreten werden, hier besteht Lebensgefahr. Harvester bei Waldarbeiten. (Fotos: Niedersächsische Landesforsten)

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