Holzernte in der Försterei Thörenwald beginnt Ende Juli
Niedersächsische Landesforsten pflegen Wälder in den Forstorten Zevener Ahe und Herrenbruch – Waldbesuchende werden um Beachtung der Wegesperrungen gebeten
(Rotenburg/Zeven) Nach dem Ende der Brut- und Setzzeit beginnen die Niedersächsischen Landesforsten voraussichtlich ab Ende Juli beziehungsweise Anfang August mit einer planmäßigen Holzernte in der Revierförsterei Thörenwald in den Forstorten Zevener Ahe und Herrenbruch. Die Arbeiten werden voraussichtlich rund vier Wochen andauern.
Die beiden Waldgebiete zählen zu den am stärksten frequentierten Erholungsbereichen der Region. Spaziergänger, Jogger und Radfahrer nutzen die Wege täglich
„Gerade weil dieses Waldgebiet von vielen Menschen zur Erholung genutzt wird, ist es besonders wichtig, dass die Absperrungen konsequent eingehalten werden. In der Vergangenheit kam es leider immer wieder vor, dass gesperrte Bereiche dennoch betreten wurden. Während der Holzernte besteht durch fallende Bäume, herabstürzende Äste und den Einsatz schwerer Forstmaschinen akute Lebensgefahr. Deshalb bitten wir alle Waldbesuchenden, die betroffenen Bereiche während der Arbeiten vollständig zu meiden“, appelliert Revierleiterin Jessica Borde.
Die Holzernte dient in erster Linie der Pflege und Entwicklung stabiler, artenreicher Mischwälder. Durch die gezielte Entnahme einzelner Nadelbäume erhalten lichtbedürftige Baumarten mehr Platz und Sonnenlicht, um sich natürlich zu entwickeln. Damit fördern die Niedersächsischen Landesforsten die Vielfalt und Widerstandsfähigkeit der Wälder gegenüber den Folgen des Klimawandels. Die Arbeiten erfolgen nach den Grundsätzen der langfristigen ökologischen Waldentwicklung (LÖWE), mit der die Landesforsten seit vielen Jahren ihre Wälder nachhaltig bewirtschaften.
Für die Maßnahme kommt ein kombiniertes Arbeitsverfahren zum Einsatz. Ein Harvester übernimmt überwiegend die Ernte in den Nadelholzbeständen. Parallel dazu arbeiten Forstwirte mit der Motorsäge in stärkeren Laubholzbeständen sowie in Bereichen, die von den Maschinen nicht befahren werden können. Dieses abgestimmte Vorgehen ermöglicht eine besonders schonende und effiziente Waldpflege.
Ein weiterer Bestandteil der Maßnahme ist die Freistellung einer Teichanlage in der Zevener Ahe. Durch die gezielte Entnahme einzelner Bäume und Gehölze erhalten die Gewässer wieder mehr Licht und können sich ökologisch besser entwickeln. In den kommenden Jahren werden die Niedersächsischen Landesforsten die Flächen regelmäßig pflegen, um ein erneutes Zuwachsen zu verhindern und den wertvollen Lebensraum für zahlreiche Amphibien, Insekten und weitere an Feuchtgebiete angepasste Tier- und Pflanzenarten dauerhaft zu erhalten.
Das Niedersächsische Forstamt Rotenburg bittet alle Waldbesuchenden um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen und darum, die abgesperrten Bereiche während der rund vierwöchigen Arbeiten konsequent zu meiden. Nur so können die Sicherheit der Erholungssuchenden sowie ein reibungsloser Ablauf der Holzernte gewährleistet werden.
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