Arbeiten im und für den Wald

 In Forstamt Oerrel, Regionale Presseregion Nordost

Die Ausbildungswerkstatt Oechtringen im Forstamt Oerrel begrüßt neuen Forstwirt-Auszubildenden

(Oerrel/Oechtringen) Seit Anfang August lernt August Meyerhoff aus Riepe bei Soltau die Arbeit im Wald bei den Niedersächsischen Landesforsten kennen. Arbeiten im Freien mit Kraft und Ausdauer – nach den ersten Wochen ist er begeistert: „Es macht großen Spaß und ist sehr abwechslungsreich“.

In Oechtringen bilden die Landesforsten in der Regel jedes Jahr jeweils zwei Auszubildende pro Lehrjahr aus. Ausbildungsmeister Lorenz Benecke begleitet die neuen Forstwirte beim Start ins Berufsleben. Zu Beginn stehen Grundlagen und Eingewöhnung auf dem Programm – die Wälder rund um Oechtringen kennenlernen, erste Werkzeuge bedienen, erste Tätigkeiten selbst ausprobieren.

Schon jetzt durfte Meyerhoff verschiedenste Arbeiten übernehmen: Mit dem mobilen Sägewerk hat er Hochsitzbretter und Bauholz gesägt sowie Kulturpflegearbeiten auf Pflanzflächen durchgeführt. „Wir haben Adlerfarn abgeknickt damit er im Winter nicht unter Schneelast die jungen Bäume niederdrückt“, berichtet Meyerhoff.

Der 18-jährige Meyerhoff besuchte die Waldorfschule und bringt aus dem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern bereits praktische Vorerfahrungen mit. Dort werden auch forstliche Dienstleistungen angeboten. Mit 17 Jahren machte er seinen Jagdschein und in seiner Freizeit spielt er Handball. „Durch unseren Betrieb lag der Beruf Forstwirt für mich nahe. Auf einer Ausbildungsmesse habe ich dann den Stand der Landesforsten besucht – und es hat einfach gepasst.“

Ausbildungsmeister Benecke freut sich über neue Nachwuchskräfte: „Wir wollen junge Menschen für die Arbeit im Wald begeistern  und ihnen gleichzeitig das Rüstzeug für ein ganzes Berufsleben mitgeben. Der Beruf Forstwirt ist vielfältig, verantwortungsvoll und verlangt Einsatzbereitschaft.“

Mittelfristig wird der Azubi in ein Waldarbeitergehöft nahe der Ausbildungswerkstatt Oechtringen ziehen. Das Team vor Ort wünscht ihm einen guten Start in den Forstberuf – mit Erfolg, Glück und Gesundheit.

Hintergrund

 

Die Niedersächsischen Landesforsten

Die Niedersächsischen Landesforsten pflegen und bewirtschaften den Landeswald nach den Grundsätzen der Langfristigen Ökologischen Waldentwicklung, kurz LÖWE. Der Wald soll dabei so entwickelt werden, dass die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion auch unter zukünftig geänderten Klimabedingungen gleichermaßen erfüllt werden. Als Leitbild dienen ungleichaltrige, strukturreiche Wälder aus standortgemäßen Baumarten, die sich auch natürlich verjüngen.

Ausbildung bei den Niedersächsische Landesforsten

In der dreijährigen Ausbildung zum/zur Forstwirt*in werden die jungen Leute im Forstbetrieb theoretisch und praktisch in die Arbeit eingeführt -vom Pflanzen und Schützen junger Bäume bis hin zur Holzernte. Der Beruf erfordert nicht nur Kenntnisse über den Aufbau des Waldes und der darin vorkommenden Arten sowie den Naturschutz, sondern ebenso über den Betrieb und die Unterhaltung von Forstmaschinen wie Motorsägen und weiterer Maschinen und Geräte. Besonderes Augenmerk wird auf Sicherheit und gesundheitsschonende Arbeitsverfahren gelegt.

Die Praxis wird ergänzt durch jährlich zehn Wochen überbetriebliche Ausbildung und Berufsschule am Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum bei Seesen am Harz. Dort wird auch die Ausbildung an Forstgeräten und Maschinen vertieft. So gehören die Arbeit mit dem Forstschlepper und erste Ausbildungsschritte an krangeführten Holzerntemaschinen  zum Programm. Regelmäßig fahren Auszubildende im Rahmen des europäischen Leonardo-Austauschprogramms zum Beispiel nach Skandinavien. Bei guten Voraussetzungen kann man eine sechsmonatige Ausbildung zum Forstmaschinenführer in die Ausbildung integrieren.

In den 14 Ausbildungsrevieren der Niedersächsischen Landesforsten werden jährlich 30 Auszubildende für den Forstwirt-Beruf eingestellt. Auch im Nordosten gibt es gut ausgestattete Ausbildungsreviere mit abwechslungsreichen Wäldern im Forstamt Oerrel, im Forstamt Harsefeld und im Forstamt Rotenburg. Das Forstamt Oerrel bildet jedes Jahr bis zu zwei junge Menschen aus.

Die Berufsaussichten bei den Landesforsten sind sehr gut. Beliebte Weiterbildungsmöglichkeiten sind die Fortbildung zum Forstmaschinenführer oder zum Forstwirtschaftsmeister. Darüber hinaus kann man sich in der Baumpflege und im Baumklettern beruflich weiterentwickeln. Auch als praktische Grundlage für ein anschließendes Forststudium wird die Forstwirt-Ausbildung genutzt.

Die Landesforsten selbst bieten jährlich ein umfangreiches Seminarprogramm zur laufenden Fortbildung für alle Mitarbeitenden an.

Foto (Böttger/NLF) zum kostenlosen Download finden Sie hier.

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