Waldumbau und nachhaltige Energiegewinnung gehen hier Hand in Hand

 In Forstamt Ahlhorn, Regionale Presseregion West

Forstamt Ahlhorn bereitet Waldflächen auf die Pflanzung im Winter vor

 

(Großenkneten/Ahlhorn) Wer derzeit in den Wäldern der Region unterwegs ist, kann einen Bagger mit einem Kneifaggregat beobachten. Aktuell ist er im Hagel bei Großenkneten im Einsatz. Die Maschine entfernt das Unterholz im Wald und schafft freie Sicht zwischen den Stämmen der alten Kiefern und Fichten.

Klimastabiler Laubmischwald für die Zukunft

Das Forstamt Ahlhorn der Niedersächsischen Landesforsten baut seine Waldflächen stetig zu stabilen und widerstandsfähigen Mischwäldern um. Dazu pflanzen die Forstleute auch in diesem Winter unter monotonen Nadelholzbeständen zehntausende Laubbäume. Damit die jungen Setzlinge ausreichend Licht zum Wachsen haben, muss zuvor der störende Unterstand, also die kleineren, oft schlecht wachsenden Bäume, entfernt werden. Das dabei anfallende Holz dient als Holzhackschnitzel wiederum zur Wärme- und Stromerzeugung.

„Was auf den ersten Blick befremdlich erscheinen mag, dient tatsächlich der Vielfalt in unseren Wäldern“, berichtet Carolin Kemper, stellvertretende Forstamtsleiterin im Forstamt Ahlhorn. „Der Unterstand besteht zum größten Teil aus der nicht heimischen Spätblühender Traubenkirsche. Diese breitet sich fast ungehindert aus und lässt lediglich einzelnen Birken Raum zum Wachsen. Der Rückschnitt dient als Vorbereitung für die anstehende Pflanzung von Laubbäumen. Diese erhalten dadurch einen Wuchsvorsprung. Damit kann sich der bisher monotone Waldbestand in Zukunft vielfältig entwickeln.“

Roteichen, Rotbuchen und Traubeneichen für deu Wald von morgen

Im Hagel werden Roteichen, Buchen und Traubeneichen unter den Kiefern und Fichten gepflanzt und bilden so in einigen Jahren einen bunten Mischwald.

Ein Teil des gekniffenen Unterholzes bleibt zur Humusanreicherung auf der Fläche. Ein Rückeschlepper, auch Forwarder genannt, sammelt das restliche Holz ein und transportiert es zum Zerkleinern an den Waldweg. „Mit dem intensiven Waldumbau haben sich die Mengen an Holzhackschnitzeln in den letzten Jahren deutlich erhöht“, so Henning Steffens, Leiter der Försterei Harpstedt und Koordinator für die Energieholzgewinnung auf den Landeswaldflächen Nordwestniedersachsens.

Hackschnitzel als alternative Energiequelle

Viele Betriebe aus der Umgebung profitieren von der Hackschnitzelproduktion, um beispielsweise Ställe oder Gewächshäuser zu heizen. Auch Fernwärmenetze benötigen im Winter häufig zusätzliche Holzhackschnitzel. Größere Mengen dienen in Heizkraftwerken auch der Stromerzeugung. „Wir verbinden hier den notwendigen Waldumbau mit der gleichzeitigen Herstellung eines natürlichen Brennstoffes“, stellt Steffens heraus.

 

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