Niedersächsische Landesforsten laden zu 13. Harpstedter Holzheiztagen ein
Forst- und Holzmesse wartet mit vielseitigem Programm für die ganze Familie auf
(Harpstedt, Landkreise Diepholz, Vechta, Oldenburg, Delmenhorst, Oldenburg) Am 07. und 08. Februar laden die Niedersächsischen Landesforsten wieder zu den Harpstedter Holzheiztagen ein. Zum 13. Mal finden diese am Samstag und Sonntag, jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr, am Harpstedter Amtsacker statt. Ausstellende präsentieren sich rund um die Themen Heizen mit Holz, Brennholz machen, Zubehör und Technik. Traditionsgemäß findet die Veranstaltung mitten im Wald statt.
Heizen mit Holz
„Wie in den Jahren zuvor bleibt der Schwerpunkt der Messe das Thema Heizen mit Holz und alles, was dazugehört“, beschreibt Henning Steffens, Revierleiter der Försterei Harpstedt, die Veranstaltung, die es seit 1999 gibt. Ausstellende präsentieren vom Kaminofen fürs Wohnzimmer bis zur Zentralheizung mit Pelletbetrieb die ganze Palette von Heizmöglichkeiten für das Eigenheim. Die Schornsteinfegerinnung Oldenburg informiert über Fragestellungen rund um den Ofenbetrieb und über die neuesten gesetzlichen Regelungen. Außerdem stellen mehrere Anbieter Ausrüstung und Technik für Brennholzselbstwerber vor und bieten fertiges Brennholz zur Lieferung nach Hause an.
Zahlreiche Vorführungen runden das Programm ab. Besuchende können einen sogenannten Harvester – eine Holzerntemaschine – in Aktion erleben. Daneben kann ein Großhacker bestaunt werden, der energetisch verwendbare Holzhackschnitzel herstellt, sowie ein mobiles Sägewerk. Ein besonderes Highlight zeigt Thomas Götze aus Dötlingen, der unter dem Namen „Tree Art“ kleine und große Kunstwerke mit Hilfe einer Kettensäge aus Holzstämmen fertigt. Außerdem zeigt die Rettungshundestaffel Lemwerder ihr Können.
Holz, Wald und mehr
Dass Wald mehr ist als Holzproduktion, wollen Förster Steffens und sein Team durch weitere Akteure zeigen: Die FriedWald GmbH präsentiert sich ebenso wie der örtliche Wasserversorger OOWV und der Hegering Harpstedt als örtliche Jägerschaft. Weitere Ausstellende zeigen die besondere Bedeutung des Waldes für den Naturschutz und für die Erholung.
„Weil wir den Besuch der Holzheiztage zu einem Familienerlebnis machen wollen, haben wir zahlreiche Angebote für Groß und Klein“, so Steffens weiter. Die Veranstaltenden wollen Wald hautnah erlebbar machen. So können Kinder ihre Geschicklichkeit beim Baumklettern ausprobieren. Der Kletterwald Nord von der Thülsfelder Talsperre und die Firma Baumrausch aus Bremen bieten echte Herausforderungen an, die auch noch die Eltern ins Schwitzen bringen können. Weiterhin können die Kinder im Parcours des Waldpädagogikzentrums Weser-Ems den Wald erfahren und viel Wissen mit nach Hause nehmen. Auch ein Nistkasten für den kommenden Frühling kann unter Anleitung gebaut werden.
Kulinarisches und Unterhaltung fehlen nicht
Ein breites Angebot an Speisen und Getränken lädt zum Verweilen ein. Besuchende können sich an Spanferkel, Flammlachs, Wildbratwurst und Pommes laben. Für Zuckerschnuten gibt es Crêpes und Schmalzkuchen. Zum Aufwärmen bieten die Landfrauen Harpstedt-Heiligenrode und der Waldkindergarten verschiedene Heißgetränke an, auch das Coffee Bike Oldenburg ist auf dem Gelände unterwegs.
„Besonders möchte ich auf unsere diesjährige Gewinnaktion aufmerksam machen: Am Forstamtsstand steht ein Glücksrad, an dem Teilnehmende drehen können. Die Einnahmen fließen 1:1 in ein Aufforstungsprojekt im Forstamt Ahlhorn. Die Ausstellenden haben dafür tolle Sachpreise gespendet. Also alles für einen sehr guten Zweck“, freut sich Henning Steffens.
Die Holzheiztage finden am Samstag und am Sonntag, den 07. und 08. Februar in der Nähe des Gewerbegebietes Amtsacker im Harpstedter Wald statt. Die Öffnungszeiten sind jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr. Parkmöglichkeiten stehen am Horstedter Weg und im Gewerbegebiet Amtsacker zur Verfügung, der Eintritt ist kostenlos. Die Veranstaltung ist ausgeschildert. Festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung werden empfohlen. Informationen auch im Netz unter www.landesforsten.de/holzheiztage.
Hintergrundinformation
Holzfeuerungsanlagen
Die Bezirksschornsteinfegermeister ermitteln regelmäßig den Bestand an Holzfeuerungsanlagen in gewerblichen, öffentlichen und privaten Gebäuden. Die letzte Erhebung gilt für 2024.
Danach gibt es in Deutschland
- 11,7 Mio. Einzelraumfeueranlagen
- 1,16 Mio. Holzzentralheizungen
Von den Holzzentralheizungen werden 46% mechanisch (zum Beispiel mit einem Fließbandsystem) und 54% von Hand beschickt. Der Naturholzanteil beträgt bei den mechanisch befüllten Anlagen rund 16% und bei den von Hand beschickten rund 88%.
Der Anteil an Feststoffheizanlagen über alle gemessenen Feuerungsanlagen beträgt knapp 40%. Gasheizungen haben einen Anteil von etwa 43% und Ölheizungen etwa 15%.
Brennholz
In Deutschland werden jährlich rund 30 Mio. Festmeter Holz in Form von Scheitholz, Hackschnitzeln, Pellets und Briketts zum Heizen von Haushalten genutzt. Mit über 20 Mio. Festmetern ist Scheitholz aus dem Wald – vielfach in Selbstwerbung gewonnen – der bedeutendste Holzbrennstoff, aber auch Holz aus dem eigenen Garten und der Landschaftspflege sowie unbehandeltes Gebrauchtholz und Stückholzreste aus Sägewerken sowie Holzbriketts und Waldholz-Hackschnitzel sind von nennenswerter Bedeutung.
Für die Nutzung der Wärme aus Holz stehen die unterschiedlichsten Verbrennungstechniken zur Verfügung: Vom Kaminofen oder Kamin über moderne Holzvergaserkessel als Zentralheizung bis hin zu Heiz- bzw. Heizkraftwerken in industrieller Größenordnung. Der jährliche Holzverbrauch schwankt je nach Anlage und Nutzungshäufigkeit zwischen zwei und zehn Raummetern.
(Quelle: Heizen mit Holz)
Umweltbelastung
Je Kilowattstunde Wärme entstehen beim Heizen mit Holz ca. 25 bis 29 g CO2-Äquivalent-Emissionen: Im Vergleich dazu führt Heizen mit Erdgas bzw. Flüssiggas (250 bis 270 g CO2 je kWh), Heizöl (326 g CO2/kWh) und Wärmepumpen (ca. 175 – 189 g CO2/kWh gemäß aktuellem Strommix) zu einer deutlich höheren Klimabelastung.
Holz verbrennt überwiegend CO2-neutral, wenn es aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt, in denen die Bäume laufend nachwachsen.
Da Holzverbrennung eine Quelle für Feinstaubemissionen ist, sind modernste Öfen und Heizanlagen, sowie trockenes Holz unter 20 Prozent Holzfeuchte und richtige Heiztechnik wichtig.
(Quelle: Themenportal Heizen mit Biomasse: Fakten zum Thema Holzenergie
Bilder (Landesforsten/Schmidt) zum kostenlosen Download finden Sie hier.
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