Renaturierung ehemaliger Fischteiche im Ummel erfolgreich abgeschlossen

 In Forstamt Rotenburg, Regionale Presseregion Nordost

(Hepstedt) Die Renaturierung der ehemaligen Fischteiche im Ummel in der Revierförsterei Hepstedt im Forstamt Rotenburg der Niedersächsischen Landesforsten ist abgeschlossen. Mit gezielten Maßnahmen wurde einer der drei Teiche, die von einem Bach durchflossen werden, naturnäher gestaltet und damit wichtige Voraussetzungen für mehr Biodiversität in dem Gebiet geschaffen.

Die Teiche waren bis zum vergangenen Jahr verpachtet und bewirtschaftet. Ziel der nun umgesetzten Maßnahmen war es, die Gewässer wieder stärker an natürliche Strukturen anzupassen und ihre ökologische Funktion zu verbessern. Im Fokus stand dabei der mittlere der drei Teiche.

Um die Arbeiten im Uferbereich zu ermöglichen, wurde dieser Teich zunächst abgelassen. In der Folge konnten bestehende Drahtzäune zurückgebaut sowie zum Teil sehr steile Uferbereiche abgeflacht werden. Diese Maßnahme dient nicht nur dem Naturschutz, sondern auch der Verkehrssicherheit: Sowohl Menschen als auch Tiere sollen bei einem unbeabsichtigten Sturz ins Wasser eigenständig wieder herausgelangen können.

Ein zentraler Bestandteil der Renaturierung war die Anlage einer Flachwasserzone. Diese bietet künftig ein ideales Laichhabitat für Amphibien. Flache, besonnte Bereiche erwärmen sich schneller als tiefere Gewässerzonen und ermöglichen Fröschen, Kröten und Molchen einen guten Ein- und Ausstieg. Für die Umsetzung mussten im Uferrandbereich einzelne Bäume aufwändig gefällt und mit Seiltechnik aus dem Arbeitsbereich entfernt werden. Anschließend wurde mit einem Bagger die neue Laichzone modelliert.

Da Fische Laichballen von Amphibien fressen können, wurden die im mittleren Teich noch vorhandenen Barsche und Rotfedern abgefischt. In den beiden anderen Teichen bleibt weiterhin ein Fischbestand aus heimischen Arten erhalten und ist dort auch vorgesehen.

„Mit der neu geschaffenen Flachwasserzone verbessern wir gezielt die Lebensbedingungen für Amphibien, die auf strukturreiche, warme und fischfreie Laichgewässer angewiesen sind“, erläutert Birte Riechers, Försterin für Waldökologie und Naturschutz. „Solche Maßnahmen sind ein wichtiger Baustein, um dem Rückgang vieler Arten aktiv entgegenzuwirken.“

Auch Merlin Reuter, Revierleiter der Revierförsterei Hepstedt, zeigt sich zufrieden: „Die Renaturierung ist ein großer Gewinn für das Gebiet. Es ist schön zu sehen, wie aus ehemals intensiv genutzten Teichen wieder naturnahe Lebensräume entstehen, von denen viele Tier- und Pflanzenarten profitieren werden.“

In den kommenden Wochen bleibt der mittlere Teich zunächst trocken, damit sich Laub und organisches Material am Teichgrund zersetzen können. Im zeitigen Frühjahr wird das Wasser rechtzeitig wieder angestaut, sodass Amphibien die neue Laichzone annehmen können.

Die Maßnahmen werden durch eine Gebietsbeobachtung begleitet. Für das kommende Jahr ist zudem ein Monitoring der Amphibienvorkommen vorgesehen. Erwartet werden unter anderem verschiedene Frosch- und Krötenarten, Molche sowie weitere wassergebundene Arten wie Libellen. Insgesamt soll so die biologische Vielfalt im Ummel nachhaltig gestärkt werden.

 

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