Schülerinnen und Schüler pflanzen Weißtannen im Bramwald

 In Forstamt Münden, Forstamt Reinhausen, Regionale Presseregion Süd, WPZ Göttingen Haus Steinberg

Raus aus dem Klassenzimmer und ab in den Wald

(Hemeln) Den Wald der Zukunft ökologisch widerstandsfähiger zu machen, so lautet eines der Ziele der Niedersächsischen Landesforsten. Das Forstamt Münden setzt dazu auch verstärkt auf Baumarten, die bislang noch selten im Bramwald nahe Hann. Münden wachsen. Dabei erhielt das Forstamt Anfang März 2026 Unterstützung von der Oberschule Rosengarten südlich von Hamburg. Die siebte Klasse packte beim zweiwöchigen Jugendwaldeinsatz im Revier Kattenbühl tatkräftig mit an. Gemeinsam mit dem Forstwirt Tobias Wilhelmsen pflanzten die Jugendlichen 250 kleine Weißtannen. Sie sind Teil eines künftigen Mischwaldes, in dem momentan überwiegend Buchen stehen.

Praktische Einblicke in die Forstarbeit

Die Jugendlichen halfen tatkräftig mit, die Wälder der Region aufzuwerten: Zunächst bereiteten sie die freie Stelle im Buchenwald vor, auf der später die Weißtannen wachsen sollen. Mit vielen Hammerschlägen und unter fachkundiger Anleitung bauten sie dazu einen rund 130 Meter langen Holzzaun. Sie setzten Pfosten, richteten Latten aus und schlugen Nägel ein. Schritt für Schritt entstand ein Schutzzaun aus unbehandeltem Holz, der später die jungen Bäume in ihren ersten Jahren vor Wildverbiss schützt. Danach hoben sie mit Pflanzspaten Löcher aus, in die sie die Weißtannen-Setzlinge pflanzten. Sobald das Loch groß genug für die Wurzel der Pflanze war, schaufelten die Schülerinnen und Schüler Erde hinein und traten diese behutsam an.

Teamarbeit war bei dem Projekt gefragt, das ihnen praktische Einblicke in die Forstarbeit ermöglichte. Die Oberschulklasse lernte vielfältige Aufgaben der Forstwirtinnen und Förster bei der Planung und Pflege gesunder Wälder kennen.

Mehr Weißtannen im Forstamt Münden geplant

 Die Weißtanne soll im Forstamt Münden künftig eine wichtige Rolle übernehmen, da sie sich als Teil von Mischwäldern eignet. Mischwälder sind generell widerstandsfähiger gegenüber Stürmen, Trockenperioden und Schädlingen. Damit sind sie besser an die Herausforderungen des Klimawandels angepasst. Dank ihrer Pfahlwurzel kann die Weißtanne z. B. Wasser und Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten aufnehmen. Aufgrund ihrer Fähigkeit auch im Schatten heranzuwachsen, kann sie sehr gut mit der Buche und anderen Baumarten gemeinsam in einem Wald gedeihen.

Projekte wie dieser Jugendwaldeinsatz verbinden praktische Bildungsarbeit mit aktivem Klimaschutz und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Wälder in der Region.

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