Jugendliche testen Berufe mit Zukunft und erkunden die Forstwelt

 In Forstamt Clausthal, Forstamt Lauterberg, Forstamt Riefensbeek, Forstamt Seesen, Harz, NFBZ Münchehof, Regionale Presseregion Süd

Wald macht Arbeit und braucht Fachkräfte

(Münchehof) Berufe mit Zukunft erprobten Jugendliche gestern bei den Niedersächsischen Landesforsten. Zwölf Schüler und zwei Schülerinnen nutzten am Donnerstag in Münchehof die Chance, die Berufswelt Wald kennenzulernen. Das Niedersächsische Forstliche Bildungszentrum (NFBz) hatte gemeinsam mit den Forstämtern Seesen und Riefensbeek den Zukunftstag gestaltet. Maschinenräume, Gerätehallen und Werkstätten waren für die jungen Gäste geöffnet. Sie durften Forstmaschinen per Funkfernbedienung auf dem Freigelände steuern oder an Computersimulatoren virtuell Bäume fällen.

Die Besucher kamen aus umliegenden Schulen in den Landkreisen Göttingen, Goslar und Northeim sowie aus der Nähe von Hannover. Der diesjährige Zukunftstag bot praktische Handarbeit, moderne Geräte für die Waldarbeit und Konzentration am Großbildschirm mit Geschick am Joystick. Vier Stationen erkundeten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen, betreut und angeleitet von Auszubildenden und Forstwirtschaftsmeistern. Die Forstämter Riefensbeek und Seesen unterstützten mit ihren angehenden Forstwirten das NFBz. Wie schon im vergangenen Jahr bot das Bildungszentrum den Heranwachsenden eine Art Tag der offenen Tür. Vom Ausbildungsmeister bis zum Arbeitslehrer kümmerte sich ein engagiertes Team um die 10- bis 15-jährigen Gäste.

Arbeitskräfte im ländlichen Raum gestalten den Wald der Zukunft

Die Schülerinnen und Schüler erprobten im geschützten Raum moderne Geräte zur Waldpflege. So sägten sie mit elektrischen Motorsägen schmale Holzscheiben im geschlossenen Sicherheitskasten. Wie neue Technik schwere körperliche Waldarbeit erleichtern kann, erfuhren sie anhand praktischer Beispiele.

Ziel der Landesforsten war es, typische Arbeiten im Wald und Innovationen vorzustellen. „Unser Schnuppertag ins Berufsleben sollte zeigen, dass Wald und seine Bewirtschaftung viel Arbeit machen. Wer in Zukunft gesunde und klimaangepasste Wälder haben möchte, muss wissen, dass dafür Fachkräfte nötig sind“, betonte Daniel Zimmermann.

Der Leiter des NFBz will die Arbeit im Wald gläserner machen. „Wir werben besonders im ländlichen Raum für Arbeitsplätze in der Forstwirtschaft. Unsere zentrale Ausbildungsstätte in Münchehof und die Forstämter der Landesforsten qualifizieren junge Menschen in unterschiedlichen Waldberufen – und „Grüne Berufe“ sind weiterhin gefragt“, sagte Daniel Zimmermann. Sie seien Voraussetzung dafür, dass der Lebensraum Wald ein Ort der Erholung bleiben könne, so der Forstmann.

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