Zwei Wochen Workcamp bei den Niedersächsischen Landesforsten
Jugendliche aus allen Teilen der Welt engagieren sich für Naturschutz und Tourismus
(Wildemann) Jugendliche aus allen Teilen der Welt treffen sich derzeit wieder zum Workcamp im Harz. Die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) und die Niedersächsischen Landesforsten sind Gastgeber und Ausrichter für junge Menschen aus Asien, Europa, Türkei, Russland und Deutschland. Die Oberharzer Wälder sind Arbeitsplatz und Wohnort gleichermaßen. Dort lernen 12 junge Frauen und Männer typische Forst- und Naturschutzarbeiten und erhalten touristische Infrastruktur. Der in Hildesheim ansässige ijgd Landesverein Niedersachsen e.V. und das Forstamt Seesen unterstützen seit Jahren die völkerverbindende Idee. Sie leiten die Projektarbeit vor Ort an und begleiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch in ihrer Freizeit. Das erfolgreiche Konzept von gemeinsamer Arbeit und kulturellem Austausch besteht seit mehr als 75 Jahren. Das Ziel der Workcamp-Generation: eine lebenswerte Mitwelt gestalten und für Verständigung und Versöhnung zwischen den Völkern beitragen.
Vielfältige Aufgaben und Walderneuerung hautnah
Die zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind zwischen 16 und 30 Jahre alt. Sie kommen aus Italien, Japan, Niederlande, Russland, Spanien, Tschechien, Türkei und Deutschland. Zwei Wochen lang vom 20. Juli bis zum 1. August bewohnen sie das Harzklub-Wanderheim in Wildemann. In den Niedersächsischen Landesforsten übernehmen sie Aufgaben bei der Waldrandpflege und entkusseln Schwermetallrasen. Dabei engagieren sie sich für den Natur- und Artenschutz und unterhalten Erholungseinrichtungen wie Wanderwege und Schutzhütten. Förster Silas Tepper leitet die Försterei Lautenthal im Forstamt Seesen und betreut das abwechslungsreiche Arbeitsprogramm. Ziel des ijdg-Workcamps ist es, über die persönlichen Kontakte verschiedene Kulturkreise kennen zu lernen. „Wir legen Wert auf nachhaltiges Handeln, praktische Naturschutzarbeit und Verständnis für die historische Entwicklung der Harzer Wälder. Die Auswirkungen der Klimaveränderungen sehen unsere internationalen Gäste am Beispiel der Entwaldung des Harzes auf einer Brockenwanderung. Die Walderneuerung, die vor vierzig Jahren begonnen hat, ist erfolgreich. Aus unseren jüngsten Anpflanzungen werden klimaangepasste Bergmischwälder. Das macht mich zuversichtlich und bestärkt mich in meiner Arbeit gegen den Klimawandel“, diese Botschaft will der Revierleiter von Lautenthal seinen Gästen mitgeben.
Ort: Harzklub-Wanderheim, Im Schwarzewald 21, 38709 Wildemann
© Rudolph / NLF-Archiv Workcamp beim Brückenbau
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