Mehr Wasser für das Wildnisgebiet Solling
Die Landesforsten leiten die Wiedervernässung im Limker Bruch ein
(Dassel) Die Niedersächsischen Landesforsten wollen ihr Wildnisgebiet Solling naturnäher entwickeln. Die Arbeiten zur Renaturierung wertvoller Moor-, Quell- und Feuchtwaldbereiche im Schutzgebiet starten Ende September. Der sogenannte Limker Bruch ist ein Feuchtlebensraum mitten im Wildnisgebiet. Nun soll der natürliche Wasserhaushalt wiederhergestellt werden.
Als erster Schritt müssen Fichten weichen, weil sie dort nicht standortgerecht sind. Der nasse Waldboden im Bruch ist für Baumfällarbeiten nicht befahrbar. Deshalb kommt eine Technik zum Einsatz, die ohne schwere Forstfahrzeuge auskommt. Das Forstamt Dassel hat eine mobile Seilkrananlage beschafft, die die gefällten Fichten über Seillinien aus dem Feuchtgebiet zieht. Dabei wird ein Großteil des Baumgewichts vom Seil getragen. Die Stämme können so bodenschonend aus den nassen Flächen gezogen werden, ohne Fahrspuren zu hinterlassen.
Die Seilkrantechnik stammt aus Gebirgsregionen. Die Landesforsten nutzen dieses Verfahren seit langem bei der Moorrenaturierung. Auch auf besonders empfindlichen Böden oder in steilen Hanglagen ist die Seilkrantechnik eine geeignete Methode zur Holzernte. Im Wildnisgebiet wollen die Landesforsten möglichst alle Fichten entnehmen. Das Waldschutzgebiet soll sich langfristig natürlich entwickeln.
Das Forstamt Dassel will Ende September mit den Fällarbeiten beginnen. Die Forstarbeiten im Limker Bruch werden voraussichtlich bis Ende Februar andauern.
Vorübergehende Sperrungen während der Arbeiten
Während der Arbeiten sind aus Sicherheitsgründen und für die Holzbringung zeitweise Sperrungen von Waldwegen notwendig. Voraussichtlich ab dem 23. September wird zunächst der Grasborner Bruchweg zwischen der Pieskreuzung und dem Riepen gesperrt. Der Weg dient in dieser Phase dem Rücken und Abtransport der gefällten Fichten.
Nach Abschluss dieses Arbeitsabschnitts soll der Grasborner Bruchweg wieder freigegeben werden. Anschließend verlagern sich die Arbeiten in den südlichen Bereich. Dann wird voraussichtlich die Uslarer Heerstraße ab der Pieskreuzung in Richtung Steinberg gesperrt sein
Die Niedersächsischen Landesforsten bitten Waldbesucherinnen und Waldbesucher, die Sperrungen zu beachten und die betroffenen Bereiche während der Arbeiten nicht zu betreten.
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