Personalwechsel im Forstamt Sellhorn: Reinhold Bode verabschiedet sich in den Ruhestand – Robert Starke übernimmt als Verwaltungsdezernent
Fast vier Jahrzehnte für den Wald – Reinhold Bode verabschiedet sich in den Ruhestand
(Sellhorn) Nach fast 40 Jahren im Dienst der Niedersächsischen Landesforsten endet für Reinhold Bode am 31. Juli 2026 ein langes und vielseitiges Berufsleben. Der Verwaltungsdezernent des Forstamtes Sellhorn tritt zum 1. August in den Ruhestand. Seine Nachfolge tritt Robert Starke an, der zuletzt das Waldpädagogikzentrum (WPZ) Lüneburger Heide – Haus Ehrhorn leitete.
Reinhold Bode begann seine Laufbahn 1986 bei der damaligen Niedersächsischen Landesforstverwaltung. Nach Stationen im Jugendwaldheim „Walter Freist“ bei Zorge, an der Niedersächsischen Forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen sowie als Revierleiter im Oberharz wechselte er 1999 in die Forstverwaltung. Mit der Forstreform 2005 wurde er Verwaltungsdezernent im heutigen Forstamt Sellhorn und prägte diese Funktion über mehr als zwei Jahrzehnte.
In dieser Zeit entwickelte sich sein Aufgabenfeld stetig weiter. Neben der Leitung der Verwaltungsorganisation verantwortete Bode zahlreiche Liegenschaftsangelegenheiten des Forstamtes. Dazu gehörten Grundstücksverwaltung und Verpachtungen ebenso wie Leitungs- und Gestattungsverträge sowie die Begleitung von Vorhaben im Bereich der erneuerbaren Energien. Durch seine langjährige Erfahrung war er zudem viele Jahre als ehrenamtlicher Gutachter für Liegenschaften tätig.
Ein besonderes Anliegen war ihm die Zusammenarbeit über Fach- und Eigentumsgrenzen hinweg. So engagierte sich Bode in den LEADER-Gremien der Region und begleitete das Projekt „Dialog Kutschweg 2.0“. Ziel des Projektes war es, gemeinsam mit unterschiedlichen Waldbesitzenden ein zusammenhängendes Kutschenwegenetz für den Tourismus in der Region zu entwickeln und dauerhaft zu sichern.
Auch Natur- und Artenschutz lagen ihm während seiner gesamten beruflichen Laufbahn am Herzen. Gemeinsam mit der Leuphana Universität Lüneburg begleitete er Projekte zur Förderung der Biodiversität und zur ökologischen Grünlandbewirtschaftung. Die Verbindung von Naturschutz, wissenschaftlicher Begleitung und nachhaltiger Flächennutzung war dabei ein wichtiger Schwerpunkt seiner Arbeit.
Darüber hinaus koordinierte Reinhold Bode über viele Jahre die FriedWälder in der Lüneburger Heide und in Barendorf. Er steuerte dabei die Zusammenarbeit der beteiligten Mitarbeitenden der Niedersächsischen Landesforsten und begleitete die organisatorischen Abläufe zwischen den Partnern. Mit seiner ruhigen, verlässlichen Art trug er maßgeblich dazu bei, diese besondere Form der Bestattung in den Landesforsten erfolgreich zu begleiten.
Neben seinen fachlichen Aufgaben engagierte sich Bode auch für die Entwicklung des forstlichen Nachwuchses. Als Anwärterausbilder begleitete und förderte er in den vergangenen Jahren über 20 Nachwuchskräfte auf ihrem Weg in den gehobenen Forstdienst und gab seine Erfahrungen an die nächste Generation weiter.
„Ich durfte in meinem Berufsleben viele spannende Aufgaben übernehmen und gemeinsam mit engagierten Kolleginnen und Kollegen viel bewegen. Besonders bereichernd war für mich immer die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Menschen – innerhalb der Landesforsten ebenso wie mit Kommunen, Verbänden und weiteren Partnern. Für das entgegengebrachte Vertrauen und die vielen gemeinsamen Projekte bin ich sehr dankbar. Gleichzeitig freue ich mich, dass das Forstamt mit Robert Starke einen engagierten Nachfolger erhält, und wünsche ihm für seine neue Aufgabe viel Erfolg“, sagt Reinhold Bode.
Auch im Ruhestand möchte Reinhold Bode dem Wald verbunden bleiben. Gemeinsam mit seiner Familie plant er Reisen zu besonderen Wäldern und beeindruckenden Einzelbäumen in aller Welt. Darüber hinaus freut er sich darauf, mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen und seinen persönlichen Interessen nachzugehen.
Nahtloser Übergang im Verwaltungsdezernat
Sein Nachfolger Robert Starke bringt ebenfalls einen vielseitigen beruflichen Werdegang mit. Der 37-Jährige studierte Forstwirtschaft und absolvierte anschließend einen Masterstudiengang in Holztechnik. Nach rund eineinhalb Jahren bei Sachsenforst wechselte er 2017 zu den Niedersächsischen Landesforsten.
Seine erste Station führte ihn – wie einst seinen Vorgänger – an die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt in Göttingen. Dort arbeitete er unter anderem an der Planung und Organisation von Bodenschutzkalkungen im Privatwald sowie am Aufbau von Geodatenbanken. Die Projekte erfolgten in enger Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium.
Nach drei Jahren wechselte Starke zum 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie e. V. Als Geschäftsführer sowie Projektmitarbeiter begleitete er zahlreiche Projekte rund um die nachhaltige Nutzung nachwachsender Rohstoffe, Bioökonomie, Digitalisierung und Innovation im ländlichen Raum. Fünf Jahre lang gestaltete er dort die Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand aktiv mit.
2025 kehrte Starke zu den Niedersächsischen Landesforsten zurück und übernahm die Leitung des Waldpädagogikzentrums Lüneburger Heide am Haus Ehrhorn. Nun folgt der nächste Schritt: Ab dem 1. August übernimmt er das Verwaltungsdezernat im Forstamt Sellhorn.
„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Das Forstamt Sellhorn ist breit aufgestellt und verbindet eine moderne Verwaltung mit anspruchsvoller Forstpraxis. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team die zukünftigen Herausforderungen anzugehen“, sagt Robert Starke.
Das Team des Forstamtes Sellhorn bedankt sich bei Reinhold Bode für sein jahrzehntelanges Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Gleichzeitig wünschen die Kolleginnen und Kollegen Robert Starke einen erfolgreichen Start und viel Freude bei seinen neuen Aufgaben.
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