Vorbereitungen für die nächste Waldgeneration
Niedersächsisches Forstamt Neuenburg erntet Holz und entwickelt den Wald weiter
(Addernhausen/Upjever/Neuenburg) Das Forstamt Neuenburg der Niedersächsischen Landesforsten treibt den klimagerechten Waldumbau voran. Jetzt lichten die Forstleute den alten Waldbestand in Addernhausen auf, um dem buntgemischten Baumnachwuchs Licht und Platz zum Wachsen zu geben.
Licht und Platz für Baumnachwuchs
„Wir ernten hier zielstarke Kiefern, also jene, deren Stammdurchmesser eine gute Holzverarbeitung erlauben. Durch die Entnahme dieser großkronigen Bäume kommt Licht an den Waldboden. Von diesem profitiert die zahlreiche Laub- und Nadelholzverjüngung. Der Baumnachwuchs besteht vor allem aus Buche, Sitkafichte, Japanischer Lärche, Stieleiche, Birke und Douglasie. Der Wald der nächsten Waldgeneration wird also deutlich bunter und damit resilienter gegen mögliche Klimaschäden“, erklärt Friederike Schmitting, Leiterin der Försterei Upjever.
Forstmaschinen arbeiten wald- und bodenschonend
Die Arbeiten erfolgen hochmechanisiert. Dabei fällt ein Bagger mit Fällvorrichtung die Bäume und sägt sie, je nach Holzqualität, in verschiedene Holzsortimente. Das Besondere an dieser Holzerntemaschine ist, dass sie in der Lage ist, die schweren Bäume so festzuhalten, dass sie beim Kippen den Baumnachwuchs nicht beschädigt.
Ein sogenannter Rückeschlepper fährt die Stammstücke dann von der weiter innen im Wald liegenden Rückegasse zum Waldweg. Dort vermisst Försterin Schmitting später das Holz, um es für den Verkauf vorzubereiten. Zudem organisiert sie mit ihrem Team, dass eventuelle Verschmutzungen auf den Waldwegen nach Abschluss der Arbeiten wieder beseitigt werden.
Habibatbäume schaffen Strukturvielfalt und Lebensräume
Ein besonderes Augenmerk hat die Försterin dabei auf naturnahe Waldstrukturen. Besonders alte und urwüchsige Bäume oder solche mit Spechtlöchern lässt sie bewusst als sogenannte Habitatbäume stehen. Diese dürfen alt werden und ihren natürlichen Lebenszyklus durchleben.
„Wir werden immer wieder Waldwege sperren müssen, wenn die Maschinen unterwegs sind. Das geschieht zur Sicherheit aller Waldbesuchenden. Die Arbeiten starten diesen Dienstag und werden voraussichtlich bis Ende kommender Woche dauern“, schildert Friederike Schmitting die Sicherheitsmaßnahmen und bittet, diese konsequent zu beachten.
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