Forstwirt-Azubis sichern wertvolle Lebensräume von heute für den Wald von Übermorgen

 In Forstamt Wolfenbüttel, Regionale Presseregion Mitte

(Wolfenbüttel/Cremlingen) Derzeit stehen die Eichen und damit die Zukunft des Sickter Waldes im Mittelpunkt der Forstwirt-Ausbildung. Seit Anfang August 2026 lernen vier junge Männer den grünen Beruf im Forstamt Wolfenbüttel der Niedersächsischen Landesforsten und üben sich nicht nur in ihren praktischen Fertigkeiten, sondern sichern durch ihre Arbeit auch wertvolle Lebensräume und Arten.

Fällen und Fördern

Gegenüber dem Ausbildungszentrum „Sickter Wald“ des Forstamtes Wolfenbüttel liegen die Herzogsberge. Dort gibt es neben besonderen Offenlandbereichen auch strukturreiche Eichen- und Buchenmischwälder. Diese Vielfalt und vor allem auch die Eiche macht das Gebiet zu einem wichtigen Lebensraum und zugleich zu einem abwechslungsreichen Lehr- und Lernort für die angehenden Forstwirte. „So vielfältig der Wald hier ist, so vielfältig sind auch die Aufgaben für uns im Wald“, sagt Revierförster Roland Güthenke vom Forstamt Wolfenbüttel.

Was jetzt von Förster Güthenke geplant und von den Forstwirt-Azubis umgesetzt wird, dient dem Erhalt des Waldes als wertvoller Lebensraum. Denn für die Alteichenwälder von Übermorgen ist eine schrittweise Verjüngung und Förderung der Eichen von heute entscheidend. Deshalb hat der Förster neben der Entnahme des Unterstandes, also der Bäumen unterhalb der großen Eichen, auch zwei Lichtungshiebe, bei denen auf jeweils rund 0,5 Hektar Waldfläche gezielt Bäume entnommen werden, vorgesehen. Diese gezielten Eingriffe verschaffen den Eichen wieder mehr Platz und Licht zum Wachsen. Besonders die Eiche als lichtliebende Baumart ist darauf angewiesen. Wertvolle Habitatbäume werden dabei bewusst erhalten. Der so angeregte natürliche Verjüngungsprozess im Wald unterstützt die langfristige Entwicklung der Eichenbestände. Unterstützend zur natürlichen Verjüngung steht das Pflanzen junger Eichen-Setzlinge im kommenden Frühjahr auf dem Plan für die Forstwirt-Azubis.

Die Wälder liegen im Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) „365 Wälder und Kleingewässer zwischen Mascherode und Cremlingen“. Dieses ist auf Landkreisebene durch Natur- bzw. Landschaftsschutzgebiete gesichert. Entsprechend gelten für den Sickter Wald bestimmte Zielsetzungen, die bei den Arbeiten stets eingeplant werden. Zudem werden diese Arbeiten mit der zuständigen unteren Naturschutzbehörde Wolfenbüttel abgestimmt.

 

Bilder zum Download finden Sie HIER. Bildquelle: Niedersächsische Landesforsten / NLF

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