Neue Leitung im Wegebaustützpunkt der Niedersächsischen Landesforsten
Holger Sohns übergibt den landesweit agierenden Dienstleistungsbetrieb an Robert Stein
(Seesen) Er ist spezialisiert auf ländliche Wege im Flach- und Bergland und gilt als größter forstlicher Wegebauer in Norddeutschland: der Wegebaustützpunkt (WSP) der Niedersächsischen Landesforsten (NLF). Nun steht er unter neuer Leitung. Mit Holger Sohns verlässt eine langjährige Führungskraft nach 18 Jahren Arbeit den forstlichen Wegebau und den Maschineneinsatz. Holger Sohns übernimmt im Juni 2026 die Leitung des Forstamtes Liebenburg.
Neuer Stützpunktleiter wird der gebürtig aus Rheinland-Pfalz stammende Robert Stein. Nach seinem Referendariat in Niedersachsen war er bereits stellvertretender Leiter des WSP. Ihm zur Seite steht der erfahrene Bauingenieur Carsten Mönkemeyer, der die stellvertretende Leitung übernimmt. Er kam vor 14 Jahren zu den Landesforsten und verantwortete das Großprojekt Teerdeckensanierung. Hier wurden über die Jahre hunderte Kilometer Teerwege zurückgebaut und in naturnahe Bauweise überführt.
Gesamtbetrieblich agierender Stützpunktbetrieb im Forstamt Seesen gebündelt
Holger Sohns hat in den zurückliegenden Jahren den gesamtbetrieblich agierenden Stützpunkt kontinuierlich weiterentwickelt. Während seiner Leitung erfolgte die Zusammenführung der beiden vormaligen Stützpunkte Lauterberg und Dassel zu einem Betrieb in Seesen. Der diplomierte Forstingenieur führte eine einheitliche Vergabepraxis ein. Er trieb die Unternehmerzertifizierung im Wegebau voran und etablierte Standards für ökologische Bauverfahren bei Forstwegen und Bauwerken. In seinem jüngsten Projekt widmete sich Sohns der Wasserrückhaltung im Wald. Unter der Bezeichnung „Wald als Schwamm“ laufen aktuell Förderprojekte in Südniedersachsen.
Zum Aufgabengebiet des WSP gehören der Bau und die Instandhaltung ländlicher Wege. Auch Brücken-, Wasser- und Ingenieurbauten sowie die Beratung zählen zum Leistungsspektrum. Schwerpunktmäßig finden die Arbeiten auf den Flächen der NLF statt. Andere Flächeneigentümer in Niedersachsen profitieren von dem Know-how und beauftragen den WSP. Eine naturverträgliche Bauweise mit natürlichen Baustoffen gilt im Sinne der Nachhaltigkeit als Richtschnur.
Wegebauteam mit unterschiedlichen beruflichen Lebensläufen
Aktuell besteht das WSP-Team aus zwölf Kolleginnen und Kollegen. Sie arbeiten als regionale Wegebaueinsatzleitungen für den Landeswald sowie andere betreute Waldbesitzer. Die Stärke des Wegebauteams sind die unterschiedlichen beruflichen Lebensläufe. Hier finden sich Menschen zusammen, die Lust auf Wegebau haben: sowohl Försterinnen und Förster mit Hochschulausbildung, Tiefbauingenieure und Bauzeichner, aber auch Forstwirtschaftsmeister, die sich auf den ländlichen Wegebau spezialisiert haben. Sie alle nutzen ihr umfangreiches Wissen im Forststraßenbau von der Planung über die Bauleitung bis zur Qualitätssicherung und zum Controlling.
Sitz und organisatorische „Heimat“ des Wegebaustützpunktes der NLF ist das Forstamt Seesen. Die hier arbeitenden Kolleginnen und Kollegen unterstützen die im ganzen Land verteilten Wegebauer bei ihrer Arbeit. Mit dem ebenfalls in Seesen ansässigen Maschinen- und Energieholzstützpunkt ergeben sich immer wieder gemeinsame Projekte. Dafür steht beispielhaft der neu beschaffte Mobilbagger zur Verbesserung der Wasserführung im Harz. Die nun erfolgte, gut koordinierte Übergabe der Stützpunktleitung freut auch Seesens Forstamtsleiter Michael Thätner. Damit sei die Kontinuität gewährleistet, die das Wegebau-Team zum Arbeiten brauche.
Bildunterschrift:
Von rechts: Carsten Mönkemeyer (Stellvertretender Stützpunktleiter), Robert Stein (neuer Stützpunktleiter), Holger Sohns (ehemaliger Stützpunkt- und neuer Forstamtsleiter Liebenburg), Michael Thätner (Forstamtsleiter Seesen)
https://nlf.pixxio.media/share/1780311395BcvqB9avuRwaeQ
Quelle: Landesforsten
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