Holzernte im altlingener Wald
Niedersächsische Landesforsten gestalten den Wald von morgen
(Lingen/Ankum) Das Forstamt Ankum der Niedersächsischen Landesforsten treibt den klimagerechten Waldumbau voran. Jetzt lichten die Forstleute einen alten Kiefernbestand in Altlingen auf, um dem buntgemischten Baumnachwuchs Platz zum Wachsen zu geben.
„Wir ernten hier zielstarke Kiefern, also jene, deren Stammdurchmesser eine gute Holzverarbeitung erlauben. Durch die Entnahme dieser großkronigen Bäume kommt Licht an den Waldboden. Von diesem profitiert die zahlreiche Laubholzverjüngung. Der Baumnachwuchs besteht vor allem aus Eiche, Ahorn, Buche, Birke und zum Teil Ulme. Der Wald der nächsten Waldgeneration wird also deutlich bunter und damit resilienter gegen mögliche Klimaschäden“, erklärt Moritz Becker, Leiter der Försterei Lingen.
Die Arbeiten erfolgen hochmechanisiert. Dabei fällt ein Harvester, eine Holzerntemaschine, die Bäume und sägt sie, je nach Holzqualität, in verschiedene Holzsortimente. Ein sogenannter Rückeschlepper fährt die Stammstücke dann von der weiter innen im Wald liegenden Rückegasse zum Waldweg. Dort vermisst Förster Becker später das Holz, um es für den Verkauf vorzubereiten. Zudem setzt er eventuelle Wegeschäden durch die Maschinenbefahrung mit seinem Team nach Abschluss der Arbeiten wieder instand.
„Wir werden immer wieder Waldwege sperren müssen, wenn die Maschinen unterwegs sind. Das geschieht zur Sicherheit aller Waldbesuchenden. Das Gelände ist durch den dichten Unterstand an Bäumen und sehr viele und hohe Wanderdünen extrem unübersichtlich und daher anspruchsvoll für die Maschinenführenden zu bearbeiten“, schildert Moritz Becker die Sicherheitsmaßnahmen und bittet, diese konsequent zu beachten.
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