Holzernte im Schilfbruch bei Uetze

 In Forstamt Fuhrberg, Regionale Presseregion Mitte

Holzernte im Schilfbruch bei Uetze

Waldentwicklung auf sensiblem Moorstandort

(Uetze) Im südlichen Schilfbruch bei Uetze ernten die Niedersächsischen Landesforsten derzeit Holz und entwickeln den von Kiefern und Fichten geprägten Wald zu Mischwald. Ziel ist ein vielfältiger und stabiler Mischwald, der an die besonderen Bedingungen des stark wasserbeeinflussten, teils moorigen Standortes angepasst ist.

„Wir wollen den Wald hier nutzen und ihn dabei gezielt für die Zukunft entwickeln. Gerade auf einem sensiblen Moorstandort kommt es darauf an, die natürlichen Standortbedingungen zu berücksichtigen und einen möglichst stabilen Wald aufzubauen“, erklärt Benjamin Evers, Revierleiter der Försterei Hänigsen.

Standortgerechte Baumarten fördern

Genaue Untersuchungen des Standortes zeigen, dass für den Bereich insbesondere Birke, Kiefer, Eiche, Erle und Aspe als geeignete Baumarten gefördert oder etabliert werden sollen. Entsprechend werden die vorhandenen Wälder Schritt für Schritt in Richtung eines Laub-Kiefern-Mischwaldes entwickelt.

Im Zuge der aktuellen Arbeiten werden Fichten und Lärchen weitgehend entnommen. Damit soll verhindert werden, dass sich diese Baumarten weiterhin natürlich verjüngen. Gleichzeitig werden vorhandene Eichen, Birken und Erlen gefördert.

Auch die Kiefer wird dort genutzt, wo sie bereits erntereife Dimensionen erreicht hat. Die Nutzung der sogenannten Zielstärken ist Teil der Langfristigen Ökologischen Waldentwicklung (LÖWE): Stark dimensionierte Bäume werden geerntet, während gleichzeitig die nächste Waldgeneration aufgebaut und gefördert wird.

Wo nach der Ernte ausreichend Licht an den Waldboden fällt, pflanzen die Landesforsten Erlen. Zusätzlich rechnet Förster Evers mit dem Aufkommen zahlreicher Birken, Aspen, Ebereschen und Weiden aus natürlicher Ansamung.

Bodenschutz hat besondere Bedeutung

Die Holzernte findet bewusst im Sommer und damit in der für den Standort in der Regel trockensten Jahreszeit statt. Die derzeitigen Bedingungen sind zur Befahrung der besonders empfindlichen Standorte nahezu optimal: „Nur strenger und wochenlang anhaltender Frost würde die Böden ähnlich gut befahrbar machen – dieser ist aber in unseren Wintern immer seltener zu erwarten“, erklärt Evers die Bedeutung der aktuellen Witterung.

Bei den Arbeiten kommen Harvester und Forwarder zum Einsatz. Die Maschinen sind mit besonders breiten Ketten ausgestattet. Evers erklärt den Hintergrund: „Dadurch wird das Gewicht der Maschinen auf eine größere Fläche verteilt und der Druck auf den empfindlichen Waldboden reduziert.“

Holz bleibt in der Region

Das geerntete Holz wird unterschiedlichen Verwendungen zugeführt. Die überwiegend gute Holzqualität eignet sich unter anderem für den Hausbau und als Konstruktionsholz sowie für Anwendungen im Gartenbau. Andere Teile der Stämme werden ebenfalls in Norddeutschland gelegenen Betrieben zu Verpackungs- und Palettenholz oder zu Plattenwerkstoffen für den Möbelbau weiterverarbeitet.

Bilder zum Download finden Sie HIER

Für die Presse bieten wir zu aktuellen Ereignissen und Meldungen Bilder und Texte zum Download an. Die zum Download angebotenen Fotos dürfen nur gemeinsam mit der Pressemitteilung oder dem Thema veröffentlicht werden, mit dem sie in Verbindung stehen und müssen mit einem ungekürzten Urheberrechtsnachweis versehen sein, wie er jeweils an den Abbildungen angegeben ist.

Recommended Posts